Lesezeit: 3 Minuten

Buchinfo

Piper || 2/7 || 432 Seiten || Et.: 01.03.07 || 978-3-492-26818-9
Möchtest du das Buch Kaufen?:
(Anmerkung: Die Reihe gibt es auch als Sammelausgabe, der erste Band Askir: Die komplette Saga 1 umfasst die ersten drei Bände Das erste Horn, Die zweite Legion und Das Auge der Wüste)

(Verlagstext, Achtung: Band 2: Spoilergefahr)
Ein mysteriöser Wanderer aus dem legendären Reich Askir trifft im Gasthof »Zum Hammerkopf« ein. Er unterrichtet den Krieger Havald und die Halbelfe Leandra über die Zersplitterung des sagenhaften Reiches. Leandra, Havald und einige Gefährten machen sich auf zum magischen Portal, um die Bewohner Askirs davor zu warnen, dass der brutale Herrscher Thalak auch sie zu unterjochen droht. Das Portal soll die Gefährten unmittelbar nach Askir führen; doch stattdessen landen sie im gefährlichen Wüstenreich Bessarein …

Wieder möchte ich betonen, wie schön diese Neuauflage ist. Ich mag es sehr, wenn die Bände einer Reihe alle ähnlich und zusammenhängend gestaltet sind, es aber trotzdem für jeden Band eine individuelle Grafik gibt. Farblich und von der Atmosphäre her erinnert es an das Höhlenabenteuer, des ersten Teils der Geschichte. Alles in allem kann ich nicht meckern.

Miss Pageturner Rezension Überschrift Meine Meinung zum Buch.

(Achtung: Dies ist eine Rezension zu einer Reihenfortsetzung. Ich versuche Spoiler zu Vorgängerbände zu vermeiden, kann aber nicht garantieren, dass es mir immer vollständig gelingt.)  

Weiter geht’s, Havalds Abenteuer startet mit Die zweite Legion in die zweite Runde und eins kann ich euch schon mal verraten: Es geht turbulent weiter.

Raus in die weite Welt

Während wir im Auftakt der Reihe einen eingeschneiten Gasthof als fast ausschließlichen Handlungsort hatten, packen unsere Helden nun Sack und Pack zusammen und ziehen aus, um das legendäre Reich Askir zu finden, um dort Hilfe gegen den Tyrannen zu erbitten.
Ihre Reise beginnt in dem unterirdischen Höhlensystem auf dem Weg zum Tor nach Askir. Wieder gelingt es dem Autor die Umgebung anschaulich darzustellen. Sowohl die beklemmenden Höhlen, als auch die imposante Donnerfeste hatte ich genau vor Augen. Das Richard Schwartz dabei nicht nur den rauen Norden wunderbar vermitteln kann, beweist die zweite Hälfte des Buches, denn unsere Helden purzeln mitten in der Wüste aus dem magischen Tor. Der Kontrast könnte nicht krasser sein. Eben noch Kälte und Eis und nun der heiße Wüstenwind. Der Umgebungswechsel ist ein harter Bruch im Buch, durch den starken Kontrast aber sehr interessant.

Neue und alte Gefährten

Die Hauptheldentruppe konnte der Leser dank der örtlichen Einschränkungen im Vorgänger ja bereits ausführlich kennenlernen. In diesem zweiten Band bekommen ebendiese Charaktere etwas mehr Schliff. Ganz besonders tut sich dabei Zokora hervor, an der man nun in ein paar wenigen Momenten weiche Seiten entdecken kann. Auch Varosh konnte mich überzeugen. Er mausert sich von einem zurückhaltenden Wächter im Hintergrund zu einem zuverlässigen, klugen und treuen Kampfgefährten, der sich nicht mehr hinter den anderen zu verstecken braucht.
Neben diesen bekannten Gesichtern tauchen auch neue Charaktere auf. Hier seien insbesondere Poppet und Armin zu nennen. Bei der ersten fand ich die Verworrenheit der Beziehung zu unserer Heldentruppe interessant und zweiterer ist ein sehr amüsanter Sidekick, der mich immer wieder zum Lachen brachte. Überhaupt ist der Humor wieder großartig! (Stichwort Shuusch für alle die das Buch gelesen haben)

Hin und her

Dank des wunderbaren Stils von Richard Schwartz fliegen die Seiten wieder nur so dahin.
Ganz besonders interessant fand ich den Abschnitt, in dem Havald erblindet. Es ist eine faszinierende Idee die Welt aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, der selbst nichts sehen kann, zu entdecken. .
Allerdings muss ich sagen, dass ich das letzte Drittel des Buches als etwas holprig empfand. Havald und Co rennen von einem Ort zum anderen und wieder zurück und erreichen weniger als erhofft. Der plötzliche Schluss tut dann sein Übriges. Er ist zu abgehackt, um befriedigend zu sein, aber zu wenig verheißungsvoll, um als Spannung erzeugender Cliffhanger durchzugehen.

Miss Pageturner Rezension Überschrift Fazit zum Buch.

Auch der zweite Band überzeugt mit grandiosem Humor und symphytischen Charakteren, sowie einem interessanten Umgebungswechsel. Lediglich im letzten Drittel wird es minimal holprig in der Handlung. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Miss Pageturner Rezension Überschrift Andere Meinungen zum Buch.