Buchinfo

Bastei Lübbe || Einzelband || 366 Seiten || Et.: 14.10.16 || 978-3-404-20862-3
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(Verlagstext)
Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit – über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst …

Ein sehr hübsches Cover. Es haut mich jetzt zwar nicht total von den Socken aber es vermittelt die Atmosphäre des Buches sehr schön, besonders die winterliche Landschaft. Was mir sehr gut gefällt, ist die innere Gestaltung der Klappbroschuren. Auf der einen Seite Kalt uns eisig und auf der anderen Seite warm vom Sonnenaufgang, das passt sehr schön zur Entwicklung der Geschichte.

Miss Pageturner Rezension Überschrift Meine Meinung zum Buch.
„Ein Herz so kalt wie Eis. Eine Berührung so brennend wie Feuer. Eine Geschichte so mächtig wie Magie.“ 
Bastei Lübbe, “Die silberne Königin” Klapptext 2016 
 
Schon beim lesen dieses ersten Satze auf der Rückseite des Buches war für mich klar: Dieses Buch musst du lesen. Ich liebe federleichte und märchenhafte Fanatsybücher und die silberne Königin hat meine Erwartungen dahingehend erfüllt.

 

Die Schneekönigin trifft auf 1001 Nacht

In der Geschichte finden sich Elemente aus Die Schneekönigin, aber auch 1001 Nacht. Klingt erstmal seltsam? Passt aber überraschend gut zusammen, wie genau kann ich euch aber nicht schon jetzt verraten. Daher kurz etwas zur Ausgangssituation: Die 24-jährige Emma lebt in dem Königreich Glanzvoll. Ein Land, dass vom ewigen Winter heimgesucht wird. Die Menschen leiden Not und Hunger unter den nicht enden wollenden Schneemassen. Die meisten Menschen sind resigniert und abgestumpft. So auch Emma die ebenfalls darum kämpft genügend Essen für sich und ihren Vater auf den Tisch zu bringen. Als sie jedoch ihren Weg in die bezaubernde Chocolaterie der Madame Weltfremd findet, erzählt diese ihr das Märchen der silbernen Königin und in Emma keimt der Verdacht, das mehr hinter dem Märchen und dem ewigen Winter steckt.
 
Wie bereits erwähnt bin ich ein Fan von sanften, märchenhaften, fast schon melancholischen Geschichten. Eine solche Geschichte richtig zu erzählen, ist aber gar nicht so einfach. Viel zu oft rutschen solche Bücher ins kitschige ab oder noch schlimmer: sie verlieren sich in sich selbst und werden langweilig und fad.
Bei Die silberne Königin ist dies glücklicherweise nicht der Fall. Dank des märchenhaften Schreibstils, der ausschmückend, ohne überladen zu sein ist, wird man gleich in die winterliche Atmosphäre des Buches hineingezogen. Obwohl die Temperaturen jetzt grade im März bei uns ja am steigen sind, fühlte ichbeim Lesen die beißende Kälte, hörte das Klirren von Eis und roch den süßen Duft von Schokolade in Madames Chocolaterie.
 
Die Charaktere fügen sich nahtlos in die märchenhafte Welt ein. Die Protagonistin Emma, eine kluge junge Frau die trotz ehrende Ideale auch eine gewisse pragmatische Seite besitzt. Die mysteriöse Madame Weltfremd mit der Gabe mit ihren Geschichten alle in den Bann zu ziehen. Ophelia, Emmas neue Freundin die unter ihrem sonnigen Gemüt einen alten Schmerz versteckt und nicht zuletzt Caspar der König mit dem Herzen aus Eis. Sie alle sind Teil des Märchens und ergänzen es auf ihre Art und Weise.
 
Wie es sich für ein Märchen gehört schreitet die Handlung eher mit sanften Schritten voran. Mit dem ersten Drittel erreichte sie einen Punkt, wo ich schon kurz empfand, dass sich die Spannung verliert, aber genau in dem Moment nimmt die Handlung eine (zwar nicht überraschende, aber dennoch angenehme) Wendung. Das letzte Drittel ist dann etwas vorhersehbar, aber es hat mich nicht wirklich gestört. Es ist wie mit Disney Filmen. Man weiß ungefähr was passiert und dass alles gut wird, aber sie ziehen einen trotzdem in ihren Bann. Insgesamt ist das alles hier eh Meckern auf hohem Niveau. Die letzten Kapitel rundete die Sache dann wieder für mich ab, denn es werden Themen wie Schuld und Verzeihen aufgegriffen, dass dem unweigerlichen Ende mehr Tiefe verleiht.
Miss Pageturner Rezension Überschrift Fazit zum Buch.

Ein wunderbares, malerisches Wintermärchen das mich tief in eine atmosphärische Welt aus Eis und Silber gezogen hat.

Miss Pageturner Rezension Überschrift Andere Meinungen zum Buch.