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Buchinfo

Schwarzkopf & Schwarzkopf || Einzelband || 259 Seiten || Et.: 01.02.12 || 978-3-86265-138-2
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(Verlagstext)
Sofia Wilden hat in ihrem Leben schon einige Sünden begangen – und sie nie wirklich bereut. Kein Wunder, dass die 16-Jährige mit der chronisch großen Klappe entsetzt ist, als ihre überforderte Mutter sie auf ein Internat für Problemkinder verbannt.
Dort ist Sofia nicht nur von ihrer Zwillingsschwester Mila getrennt, sondern auch das einzige normale Mädchen unter zweihundert wunderschönen, aber seltsam teilnahmslosen Schülern. Schnell rutscht Sofia in die Außenseiterrolle. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, beginnt sie bald zu verstehen, dass hinter der schönen Fassade dieser Schule ein hässliches Spiel vor sich geht.

Das Cover ist ok, aber kein Hingucker. Mir gefällt die Farbgebung und das Internat, der Kopf sieht aber so ohne Hals und Ohren etwas seltsam aus, da wurde das Foto sehr stümperhaft bearbeitet. Anstatt sauber den Hintergrund zu entfernen wurden einfach nur die Ränder verblendet, wobei eben die Ohren drauf gegangen sind. Man sieht sogar noch die Reste des grauen Originalhintergrunds, wirklich schlecht und amateurhaft gemacht.

Von diesem Buch, hatte ich mir echt mehr erwartet. Die Inhaltsangabe versprach ja erst mal nichts Besonderes, da aber bei Amazon ausnahmslose 5 Sterne vergeben wurden, (wenn auch nicht viele Rezensionen)  hoffte ich auf eine positive Überraschung. Überrascht wurde ich, nur eben leider nicht positiv.

 

Trotzkopf Sofia

Die Geschichte spielt in Hellenwald, einem Internat für Problemkinder und nachdem sie von der Schule geflogen ist, ist dies das neue Heim für die rebellische Sofia. Und Gott, sie hat es verdient! Dieses dickköpfige, ignorante Mädchen glaubt, sie sei die Einzige, die alles richtig macht, wenn sie mal wieder ihre Klappe aufreißt. Das Kunstwerk ihrer Schwester wird beleidigt, sie wirft dem Lehrer eine Hasstriade an den Kopf. Ein kleiner Junge wird von einem gleichaltrigen bedroht, sie zerstört dessen Designeruhr. Das alles wäre an sich ja gar nicht so schlimm, da ihre Motive halbwegs nachvollziehbar sind, doch nach ihren Aktionen sind immer alle anderen Schuld, überhaupt ist die ganze Welt gegen sie und diese Einstellung nervte mich tierisch.

Der Großteil des Buches spielt dann im besagten Internat. 265 Seiten sind bei mir eigentlich an einem Tag durchgelesen, hier erschien es mir aber deutlich länger. Der Leser weiß ja, dass etwas nicht stimmt, es ist überdeutlich, alles schreit: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Nun würde man erwarten, dass Sofia irgendwann irgendwas unternimmt. Man wartet und wartet, gleich muss doch etwas passieren. Nada, nichts. Sofia läuft praktisch die ersten 200 Seiten rum und kapiert die Welt nicht.

Als es dann endlich losgeht, ist Sofia wieder Sofia und rennt mit dem Kopf gegen die Wand. Ihr “Plan” ist für mich albern, gefährlich und überhaupt nicht nachvollziehbar. Allgemein weist die Handlung an mehreren Stellen logische Fehler im Handlungsablauf auf. Hinzu kommt, dass der Grund für das Verhalten der anderen Schüler für mich ziemlich weit an den Haaren herbeigezogen ist, zu mindestens für das Setting: Deutschland in der Gegenwart.

Das Ende fand ich ebenso unbefriedigend. Sofias ignorantes Verhalten ändert sich kaum und die Message im Buch ist: Ändere dich nicht! Was ich etwas fragwürdig finde. klar sollte jeder sich selbst treu bleiben, wenn man jedoch chronisch andere beleidigt oder wie Sofia ständig den Mund grundlos aufreißt, hat das nichts mit Änderung, sondern einfach mit Benehmen zu tun.
 

Die Selbstvergessenen, kann man vergessen (haha schlechter Wortwitz). Ein Dreieck dafür, dass ich es nicht abgebrochen habe. Ansonsten kann man es nicht wirklich empfehlen, es sei denn, es ist nichts anderes da.