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Buchinfo

Pan (Knaur) || Einzelband || 352 Seiten || Et.: 01.03.12 || 978-3-426-28366-0
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(Verlagstext)
Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter­kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht.

Objektiv betrachtet ist das Cover wohl ganz ok. Nichts besonders halt. Da ich persönlich pink aber nicht ausstehen kann, spricht es mich so gar nicht an. Hätte ich es nicht empfohlen bekommen, hätte ich es niemals in die Hand genommen.

Dieses Buch wurde ja bereits vielfacht rezensiert und ist dabei mehr als gut weggekommen. Überwiegend lobende Worte. Leider kann ich mich der Begeisterung nicht gänzlich anschließen.

Cat und ihre Markenklamotten

Eins meiner ersten Probleme war leider Proagonistin Cat. Ich muss zugeben, dass ich sehr zwiegespalten zu ihr stehe. Auf der einen Seite hat mich ihre lockere, fast schon freche Art häufig zum Schmunzeln gebracht. Auf der anderen Seite gab es dann wieder Momente wie z.B wo sie sich beschwert, dass ihre Markenklamotten die Zeitreise nicht so gut überstanden haben, in denen sie mir doch arg oberflächlich und kindlich vorkam. Auch die Zusammenhänge und Ereignisse begreift sie weitaus langsamer, als ich es mir gewünscht hätte. Sicherlich, ich bin raus aus der Zielgruppe und nicht mehr alle Teenieprobleme sprechen mich an, aber Selbst für einen Teenager erschien mir Cat mir doch sehr begriffstutzig und eben wie gesagt auch oberflächlich.

Es ist ziemlich vorhersehbar

Mein zweites, gravierendes Problem, betrifft die Handlung. Immerhin, sie geht zügig voran (was bei gut 350 Seiten als Einzelband auch nötig ist). Leider ist das Buch an vielen Stellen ziemlich vorhersehbar. Keins der Ereignisse im Buch, kam wirklich unerwartet. Das gilt sowohl für die Liebesgeschichte, als auch für das Geheimnis rund um den Reif. Beide Handlungsstränge sind zwar ganz nett, aber eben auch wenig überraschend. Vielleicht hätte man mit ein, oder zwei weiteren guten Figuren, etwas mehr Pfeffer in die Sache bringen können, da die Zahl der wichtigen Personen im Buch doch an einer Hand abzuzählen ist, was die Möglichkeiten für Überraschungen in Dialogen weiter einschränkt. Man hat das Gefühl einem Theaterstück zuzuschauen, bei dem aus Peronalmangel Rollen gestrichen wurden und das nun versucht mit dem kläglichen Rest irgendwie noch Spannung reinzubringen. Leider oft vergeblich

Auch hätte ich es mir gewünscht etwas mehr vom mittelalterlichen Bamberg zu erfahren. Klar muss Cat, aufgrund ihrer Lage sich beeilen und kann nicht erst mal eine Stadtrundfahrt machen, doch wenigstens am Anfang, als sie sich ihrer Lage noch nicht bewusst war, hätte man da mehr rausholen können. Um beim Theatermetapher zu bleiben: So bleibt auch die Kulisse blass: Pappschaubilder, anstatt echte Immersion.

Robinmond ist ein Buch, dass man weglesen kann, wenn man grade nichts anderes hat. Es ist ok, aber an vielen Stellen leider so unglaublich gewöhnlich und auch oberflächlich, dass es bei mir keine Begeisterung hervorrufen konnte.