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Buchinfo

cbt || Orig. Empress of a Thousand Skies || 1/2 || 400 Seiten
Et.: 30.10.18 || Übersetzerin: Michaela Link || 978-3-570-16470-9
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(Verlagstext)
Prinzessin Rhee Ta’an beherrscht das Schwert meisterhaft und will nur eins: Rache. Nachdem ihre Familie ausgelöscht wurde, ist sie für den korrupten Kronregenten lediglich eine Marionette. Jetzt, mit fast 16, wird sie die Kaiserkrone tragen und hofft, endlich die Mörder ihrer Angehörigen zu bestrafen. Doch dann entkommt Rhee selbst nur knapp einem Anschlag und muss untertauchen. Zur gleichen Zeit verschwindet ihr vermeintlicher Mörder – Pilot Alyosha, eben noch galaktischer Superstar, nun von der Regierung gejagter Verbrecher. Aly und Rhee ahnen noch nicht, dass das Schicksal der ganzen Galaxie in ihren Händen liegt: Eine dunkle Macht droht ihre Welt in einen interplanetaren Krieg zu stürzen

Punkt für das deutsche Cover. Auf den ersten Blick wirken die Beide ja sehr ähnlich. Beide zeigen einen Mond, den Weltraum und ein Mädchen, welches Rhee darstellen soll, wobei ich finde, dass es das deutsche Cover besser umgesetzt hat. Gut über die Größenverhältnisse von Rhee und den „Bergen“ bez. dem Mond in Hintergrund sage ich jetzt mal nichts. In seiner Gesamtheit finde ich es dennoch schöner und auch Rhee wirkt entschlossener. Das Original geht mir zu sehr in der aktuellen Masse an Jugendbücher mit Science-Fiction Anteil unter.

„Eine Prinzessin, so mutig wie Arya Stark“ Das ist doch mal eine Ansage vom Verlag und hat mich gleich neugierig auf das Buch gemacht, da konnte mich auch die Anpreisung „Für Fans von Star Wars“ nicht schrecken (Sorry, bin kein Star Wars Fan). Im Endeffekt war es sowieso ganz anders als erwartet.
 

Gute Ansätze, aber auch verwirrend

Das Buch spielt in einer fiktiven Galaxie. Zu Beginn gibt es eine kurze Übersicht der wichtigsten Personen und Planeten, wobei sie wirklich sehr kurz ist, da dreimal so viele Planeten im Laufe der Handlung genannt werden, als aufgeführt sind. Das hätte ruhig ausführlicher, oder besser noch mit einer Karte gelöst werden können. Auch für die vielen verschiedenen Völker hätte ich mir ein Glossar gewünscht, da viele im Buch nur flüchtig beschrieben worden sind, sodass man überhaupt keine Vorstellung hatte, was das für Wesen sind. Auch bei einigen fiktiven Begriffen erschloss sich mir der Sinn erst bei mehrmaliger Verwendung. Entweder ich mache ein ordentliches Glossar, oder ich beschreibe alles so gut, dass ich kein Glossar brauche. So war das leider nichts Halbes und nichts Ganzes.
 
Ich glaube das war auch der Hauptgrund, warum es mich nicht 100 Prozent gepackt hat, denn die Handlung ist durchaus sehr spannend. Rhee’s Suche nach dem Mörder ihrer Familie, sowie Aly’s Flucht als meistgesuchter Mann der Galaxie geben dem Buch einiges an Action, aber auch allerhand Intrigen und Geheimnisse, die nicht zu vorhersehbar waren und mich das ein wie das andere Mal überraschen konnten.
 
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Rhiannon und Alyosha geschrieben. Bei Rhee fehlte mir zwar noch ein bisschen der angepriesene Biss, aber sie macht einen vielversprechenden Prozess durch, der mich sehr neugierig auf den zweiten Band macht.
Mit Aly hingegen brauchte ich etwas um warm zu werden. Sein Erzählstrang, sowie er selbst waren mir anfangs zu planlos, ich wusste nicht wo das hinführen soll, aber ab der Mitte wurden das wesentlich besser und zum Ende kommen einige Entdeckungen und Wendungen dazu, die mich mehr als nur neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte machten.

Ich brauchte etwas um mit Buch und Charaktere warm zu werden, aber die durchweg interessanten Wendungen und Kniffe konnten mich letztendlich doch gut unterhalten.